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Vielleicht fragt ihr euch, wie ich zu Tupperware gekommen bin. Ich werde es euch heute erzählen.

Vielleicht sollte ich zuerst erwähnen, dass ich schon als Kind Kochen toll fand. Ich habe immer neben meiner Mutter auf der Arbeitsplatte neben dem Herd gesessen und ihr zugeschaut. So war auch einer meiner ersten Berufswünsche Koch. Mein Berufswunsch hat sich geändert, meine Liebe zum Kochen aber nicht.

Mit freundlicher Genehmigung von pixabay.com

Relativ früh habe ich dann auch Tupperware kennen und schätzen gelernt. Und so war ich auch öfter bei Tupperpartys als Gast dabei. Es fügte sich dann, dass auch Sabine Tupper toll fand. So gingen wir dann auch zusammen zu Tupperpartys und wurden irgendwann von meiner damaligen Tupperberaterin zum Tag der offenen Tür in der Bezirkshandlung in Düren eingeladen.

Und da passierte es dann. Sabine meinte, dass das doch eigentlich ein toller Beruf für mich wäre. Dem konnte ich nicht widersprechen. Also rief ich am nächsten Tag bei meiner Tupperberaterin an und ließ mich rekrutieren.

Das war in den 90ern. Damals war Tupperware noch nicht auf männliche Berater vorbereitet. So stand in meinem Vertrag, dass ich als Tupperware-Beraterin arbeiten durfte. Natürlich habe ich mich genau so auf den Tupperpartys vorgestellt. Übrigens gab es für Männer seinerzeit noch mehr Einschränkungen. Wir konnten nicht auf der Karriereleiter aufsteigen und Gruppenberater werden. Männer konnten auch nicht an Reisen teilnehmen. Begründet wurde das mit der Gefahr, dass sämtliche Beraterinnen geschwängert werden könnten. Nur so zum Nachrechnen das Verhältnis von Frauen zu Männern war damals sicher deutlich über 200:1.

Spaß gemacht hat es trotzdem schon damals. So habe ich es auch immer schade gefunden, dass ich zu Gunsten unseres gemeinsamen IT-Dienstleistungsunternehmens Tupper aufgab. Heute läuft beides parallel. Aber das wisst ihr ja.

Übrigens könnt ihr jederzeit auch gerne einmal ausprobieren, wie es ist Tupperware-Partymanager zu sein. Im Moment gibt es für den Starter den V-Hobel Mando-Chef und eine Tupperware Grillzange im Gesamtwert von deutlich über 100€ zum Vorzugspreis von nur 20 Euro.

Vorzugspreis für Neu-Anfänger

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Heute fällt es mal leicht, ein Thema zu finden. So kurz vor Ostern kann es nur ein Thema geben.

Ostern war für mich früher einfach ein Fest. Nett, aber nichts Besonderes. Das hat sich erst durch Sabine geändert. Denn in Sabines Familie war Ostern ein wichtiges und zelebriertes Fest. Hier wurden und werden jedes Jahr mit großer Ernsthaftigkeit Eier gefärbt. Das fängt schon damit an, dass die Eier sehr sorgsam behandelt werden, damit die Schale keine Kratzer bekommt. Auch das Färben, Wenden und Trocknen folgt strengen Regeln, damit die Eier keine Flecken bekommen. So habe ich mich erst langsam vom Eier-Öler – oder eigentlich vom puren Zuschauer – zum Eierwender hochgearbeitet.

Mit freundlicher Genehmigung von pixabay.com

Auch die Farben sind klar vorgegen. Kaltfarben von Heidmann und Zwiebelschalen ansonsten – keine Experimente. In einem der ersten Jahre war ich auf die Idee gekommen, Marmorierfarben mitzubringen. Das habe ich kein zweites Mal gemacht.

Solange mein Schwiegervater noch lebte, wurden auch jedes Jahr Eier versteckt und gesucht. Auch dabei wurde sehr auf den Erhalt der gleichmäßigen Färbung geachtet. Das bedeutete, dass die Eier bei Regen in Frischhaltefolie gepackt wurden. Begann es erst in der Nacht unerwartet zu regen, wurde dies auch nachträglich gemacht.

Aber das Färben und Verstecken blieb dennoch nicht immer ohne Zwischenfälle. Mal landete ein Ei mit der Farbe in der Klospülung und einmal wurde sogar ein Ei nicht wiedergefunden. Nach der festen Überzeugung meines Schwiegervaters muss dieses Ei noch immer in unserem Garten liegen. Aber gefunden wurde es nie. Der Rest der Familie glaubt übrigens an eine andere Variante. Da der Abend des Eierversteckens feucht-fröhlich war, glauben wir, dass dieses Ei den Garten nie gesehen hat.

Auch heute noch färben wir Eier – immer Karfreitag. Und damit sich das Färben auch lohnt, sind es immer großzügige Mengen. Dieses Jahr sind es 70. Diese werden pflaumenweich gekocht und dann gefärbt. Zur Sicherheit müssen wir das natürlich auch testen, damit die Garzeit perfekt passt. Übrigens mag bei uns niemand wirklich leidenschaftlich gekochte Eier.

Euch wünsche ich an dieser Stelle Frohe Ostern und hoffe, auch etwas über Euer Osterfest zu erfahren.

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Jeder von uns hatte sie, die Helden der Kindheit. Superhelden, normale Menschen, Romanfiguren, die Auswahl war groß. Aber irgendjemanden gab es, dem man heimlich oder offen nacheiferte. Ob Pippi Langstrumpf oder Superman, Michel aus Lönneberga oder die beste Freundin. Irgendjemanden Cooles hatte wohl jeder.

Bei mir war es Zorro aus "Western von gestern". Natürlich hatte ich auch eine Peitsche und übte ständig damit. Aber es gelang mir nie, ein Z damit zu schlagen. Was ich so toll an ihm fand – keine Ahnung. Kämpfer für die Gerechtigkeit gab es ja viele. Aber dennoch war es Zorro. Wahrscheinlich war es wirklich die Peitsche. Denn auf Maske, Hut oder Umhang habe ich immer verzichtet.


Übrigens war besagte Pippi Langstrumpf nie mein Ding. Nett anzusehen, aber ich fand sie immer zu respektlos gegenüber den Erwachsenen. Ich war halt schon immer etwas anders.

Wie war das bei Euch. Was waren die Helden eurer Kindheit. Schreibt mal drüber. In den letzten Wochen ist es in den Kommentaren etwas still geworden. Das soll sich doch mal wieder ändern.

Die letzte Woche war ja geprägt von Armutsdiskussionen rund um die Tafeln. Ich finde es schlimm, dass Armut in diesem Land nicht nur ein Thema ist, sondern auch einen so hohen Stellenwert haben muss. Jeder sollte in einem Land wie Deutschland sozial abgesichert sein. Dass das nicht so ist, wurde in der letzten Zeit wieder klar.

Um so bedeutender finde ich das Projekt eines kleinen Vereins in der Aachener Städteregion hilft überall dort schnell und unbürokratisch, wo Hilfe nötig ist. Da wird einem Vater, der plötzlich in die Situation kam, weil er keine Nahrungsmittel für sich und sein Kind mehr kaufen kommt, mal eben Lebensmittel besorgt, bis die staatliche Hilfe einspringen kann oder Menschen geholfen, ihre ersten Schritte im Sozialstaat fehlerfrei zu gehen, indem man bei Amtsgängen begleitet. Als jetzt der Frost kam, wurde innerhalb von 4 Tagen für mehr als 40 Obdachlose eine Unterkunft im Warmen besorgt, in die diese Menschen auch ihre tierischen Begleiter mitbringen konnten.

Das schafft der Verein natürlich nicht allein. Er bekommt viel Unterstützung aus der Bevölkerung. Und auch die Ordnungsdienste und die Polizei hilft hier mit und sorgt dafür, dass die Betroffenen auch zur Unterkunft gelangen. Ich finde die Leistungen dieses Vereins wirklich beeindruckend.

Dieses Wochenende basteln Mitglieder des Vereins Osterkörbchen für Obdachlose. Sabine stellt dafür Bastellmaterial und die Räumlichkeiten zur Verfügung.

Abschließend möchte ich noch einmal sagen, wie toll ich solche Privat-Initiativen finde, die nicht über das Versagen des Staates schimpfen, sondern sich stattdessen fragen, wo sie selbst unterstützen können.

Kennt ihr auch solche Initiativen? Erzählt davon. Und vielleicht finde ich ja eine Möglichkeit, auch da zu unterstützen.

Irish Setter Freitagsgedanken Tupperware
Mein bestes Bild von Whisky

Nein, es geht nicht um Alkohol. Whisky ist bzw. war der Name eines Hundes, den ich kennenlernen durfte. Whisky ist in dieser Woche schon drei Jahre tot. Sein angeborener Jagdtrieb, eine Katze und ein zu schnell fahrendes Auto bedeuteten sein viel zu frühes Ende. Er wurde keine drei Jahre alt. Aber niemand ist tot, solange die Erinnerungen an ihn noch leben. Und das gilt auch für diesen tollen Hund, dem ich meine heutigen Freitagsgedanken widmen will.

Erste Begegnung
Erste Begegnung

Was war so toll an Whisky, dass er es nach drei Jahren noch in meine Freitagsgedanken schafft? Er war nicht der gehorsamste Hund, nicht weil er nicht hören wollte, sondern weil es für ihn schon einmal wichtigere Dinge gab, die ihn von alle anderen ablenkte. Auf dem Trainingsplatz schaffte er es zeitweilig, alle Hindernisse umzureißen. Was diesen Hund auszeichnete, war seine Empathie.

Whisky spielt im Schnee mit Lotta
Whisky spielt im Schnee mit Lotta

Er spürte, wenn es einem Menschen nicht gut ging und war dann einfach da. Fühlte ein Hund sich nicht wohl oder hatte Angst, stand der Tollpatsch daneben und gab Stärke. Ich habe in meinem Hundehalter-Leben viele Hunde kennengelernt und einige haben auch eine Ecke in meinem Herzen gewonnen. Aber einen solch mitfühlenden Hund bin ich nie mehr begegnet.

Wildes Spiel von Lotta und Whisky
Wildes Spiel

Mit Whisky möchte ich all die Haustiere grüßen, die hinter der Regenbrücke auf uns warten. Und allen Haltern, die noch diesseits der Brücke leben, soll Whisky als Symbol dienen, dass unsere Liebsten immer unvergessen bleiben.

Whisky