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Aromatisiertes

Mit freundlicher Genehmigung von pixabay.com

Wasser, Öl, Essig, Zucker, Salz – das sind Lebensmittel, die wir zum Essen oder auch Trinken regelmäßig nutzen. Mit ein wenig Fantasie lässt sich aus diesen alltäglichen Zutaten in der Küche etwas besonderes machen.

Aromatierte Öle solltet ihr nicht erhitzen, da sich sonst die Aromen verflüchtigen. Es versteht sich von selbst, dass Aromaten, die mit Schale verwendet werden, Bio-Qualität haben sollten.

Dadurch lassen sich tolle Mitbringsel und Geschenke kreieren oder für die eigene Küche Resteverwertung betreiben.

Die Aufzählung ist keinesfalls vollständig. Schickt mir doch einfach eure Ideen. ich nehme sie gerne hier mit auf.

Übrigens lassen sich auch alkoholische Getränke aromatisieren. Das passt aber besser in die Rubrik "Cocktails und Longdrinks" meiner Rezeptsammlung.

Aromatisiertes Öl

Als Grundstock für Aromaöle eignen sich im Prinzip alle Öle. Von Ölen, die einen starken Eigengeschmack haben, wie Nuss-, Kürbiskern- oder Trüffelöl würde ich aber abraten. Wie immer gilt beim Einkauf, je besser das Ausgangsprodukt, je besser das Resultat. Öle müssen immer dunkel aber nicht zu kalt gelagert werden.

Kräuteröle
Nahezu alle Kräuter lassen sich in Kräuterölen verwenden. Ob Rosmarin, Thymian, Estragon, Basilikum oder Petersilie. Alle sind mehr oder weniger gut zu gebrauchen. Dabei gilt, je fester die Kräuter, um so länger sind die Öle lagerfähig. Natürlich könnt Ihr Kräuter mischen oder reine Öle herstellen.
Fürs Geschenk nimmt man natürlich ganze Stiele. Für die eigene Küche könnt Ihr aber auch die Abschnitte und Stile im Öl sammeln.

Knoblauchöl
Auch Knoblauchöl ist ein Klassiker. So lässt sich der Knoblauchgeschmack auch sehr fein dosieren. Ins Öl kommen die geschälten Zehen. Für die eigene Küche dürfen die ausgepressten Zehen aber ruhig mit in die Flasche. Ihr werdet euch wundern, wie viel Power da noch drin ist.

Zitronenöl/Orangenöl
Unsere Zitrusfrüchte eigen sich ebenfalls wunderbar für feine Salatöle. Ihr könnt für Geschenke die Scheiben frisch oder getrocknet in die Flasche geben. Hübscher sehen frische Scheiben aus, allerdings halten die getrockneten länger.
Auch hier kann man in der eigenen Kücke wieder mit den ausgepressten Früchten aromatisieren, einfach mit der Schale in die Flasche geben. Vorher kann man die Fruchtreste grob zerteilen, damit sie leichter in die Flasche passen.

Chilliöl
Um z.B. Pizzen eine feine Schärfe zu verleihen, eignet sich Chilli-Öl wunderbar. Peperonis getrocknet oder frisch in die Flasche geben und fertig. Auch hier tun es für die Küche auch die Abschnitte. Dann sollte man aber nach zwei Wochen das Öl durch ein Sieb geben, damit die Samen nicht mit aufs Gericht rutschen.

Kaffeeöl
Ein Öl, dass ihr wahrscheinlich noch nicht im Supermarkt gesehen habt, ist das Kaffeeöl. Einfach eine Hand voll Kaffeebohnen ins Öl und ferig ist ein besonderes Geschenk. Kaffeeöl eignet sich wunderbar für das veredeln dunkler Fleischsorten. Theoretisch kann auch der Kaffeesatz noch zum aromatisieren genutzt werden. Allerdings ist es wahrscheinlich recht schwer, den Satz bei der Nutzung zurückzuhalten.

Aromatisiere Essig

Grundsätzlich eignen sich alle Essige. Aus optischen Gründen würde ich aber hellere Essigsorten vorziehen. Balsamico-Essig würde ich nicht unbedingt verwenden. Da dieser die Aromaten überlagert.

Kräuteressig
Hier gilt das gleiche wie beim Kräuteröl. Im Prinzip eignen sich alle Kräuter. Allerdings lösen sich weichere Kräuter in der aggressiven Säure mit der Zeit auf.

Knoblauchessig
Auch Essig kann mit Knoblauch aromatisiert werden. Hier gilt auch das gleich wie beim Knoblauchöl.

Fruchtaraomaessig
Fruchtaroma-Essig sollte nicht mit Fruchtessig verwechselt werden. Mit den meisten Früchten und Beeren kann man aromatisieren. Auf Grund des hohen Wasseranteils ist die Haltbarkeit aber nicht sehr hoch.
Himbeeren geben zum Beispiel ein sehr feines Aroma. Aber auch anderes Beerenobst wie Brombeeren oder Erdbeeren eignen sich gut zum aromatisieren. Aber auch anderes Obst wie Äpfel, Birnen oder Ananas eignet sich gut zum aromatisieren. Für die eigene Küche kann man auch hier wieder gut mit den Abschnitten arbeiten.
Soll es etwas haltbarer werden, kann übrigens auch gut mit getrocknetem Obst gearbeitet werden. Hier solltet ihr aber das Gemisch länger stehen lassen, damit das Aroma übertragen wird.

Rosenessig
Hübsch anzusehen und mit einem feinen Aroma sind Rosenblütenblätter im Essig. Hier sollte man natürlich besonders auf unbehandelte Rosen achten. Rosenessig eignet sich neben feinen Salaten auch für die arabische und indische Küche.

Holunderblütenessig
Wer Essig mit einer feinen Süße haben möchte, sollte Holunderblütten in Essig einlegen.

Aromatisierter Zucker

Vanille-Zucker
Wer Vanille-Zucker kauft, ist selber schuld. Das aromatisieren ist so einfach, schmeckt besser und ist deutlich billiger. Einfach ein oder zwei Vanilleschoten der Länge nach aufschneiden und mit zum Zucker in den Eidgenossen geben. Nach einer Woche kräftig schütteln und ab da nach Bedarf brauchen.

Rosen-Zucker
Wenn es orientalisch werden soll, passen ist der mit Rosenblütenblätern aromatisierte Zucker perfekt. Die Rosenblätter gut trocknen und in den Zucker geben. Nach einer Woche im Turbochef durchhacken und dann wieder in eine aromadichte Dose füllen.

Zitrus-Zucker
Eine fruchtig-frische Note bekommt Zucker mit dem Schalenabrieb von Zitrone oder Orange. Zur Dekoration können auch gerne getrocknete Früchte mit in den Behälter gegeben werden.

Aromatisiertes Salz

Kräutersalz
Was für Essig und Öl gilt, gilt auch fürs Salz. Alle Kräuter sind geeignet. Achtet darauf, dass die Kräuter gut abgetrocknet sind. Harte Stiele gehören nicht ins Salz. Stängel sind dagegen kein Problem. Lasst wie beim Zucker die frischen Kräuter erst einmal vom Salz das Wasser entziehen. Nach einer Woche wird dann alles mit dem Turbochef kurz durchgehackt. Fertig ist das Kräutersalz.

Knoblauchsalz
Auch Knoblauchöl ist leicht gemacht. Der geschäte Knoblauch kommt erst einaml für zwei Wochen ins Salz. Dann sollte er weitgehend trocken sein. Die Zehen dann entnehmen und im Turbochef kleinhacken. Das Salz wieder dazu geben und noch mal hacken. Dann ist das Salz fertig zum Einsatz.

Chillisalz
Wer es gerne scharf möchte, sollte Chilli-Salz herstellen. Das geht entweder mit frischen Schoten oder mit getrockneten. Die frischen Chillis vom Stängel befreien und halbieren. Dann im Salz eine Woche trocknen. Die getrockneten Schoten einfach ins Salz geben. In beiden Fällen das Salz mit den Schoten im Turbochef hacken. Dannkönnt ihr euer scharfes Salz direkt nutzen.

Ingwersalz
Das Ingwersalz ist der perfekte Begleiter in asiatischen gerichten. Den Ingwer schälen und in Scheiben schneiden. Eine Woche in Salz einlegen und dann hacken. Fertig.

Aromatisiertes Wasser

Da niemand Wasser lange stehen lassen möchte, eignen nich nur kräftige Aromen für das aromatisierte Wasser. Die Aromaträger gebt Ihr einfach für ein bis zwei Stunden in das kaltgestellte Wasser. Für das aromatisieren eigen sich natürlich auch wieder die Abschnitte. Hier sind einige Ideen:

  • Apfelwasser
  • Birnenwasser
  • Basilikumwasser
  • Zitruswasser
  • Rosenwasser
  • Holunderblütenwasser